Brauerei Hofstetten

 

Der Sage nach rettete ein junger Mühlviertler Bursche den neugeborenen Thronfolger Heinrich des Ersten, der später als "Otto der Große" Geschichte machen sollte, das Leben.

Der kleine Otto war im Jahr 912 während eines Feldzuges geboren worden. Der Tross wollte auf dem Rückweg bei Landshaag die Donau überqueren, als plötzlich die Pferde scheuten und mit dem Gespann des Thronfolgers durchgingen. In wilder Fahrt sprang das Fuhrwerk durch die Auen, warf die Kutscher ab und raste führerlos in den Wald. Der Bursche hatte das Unglück beobachtet und warf sich – als der Wagen auf ihn zustürzte todesmutig auf eines der Pferde. Als der Kaiser wenig später eintraf, hatte der junge Mühlviertler das Gespann zum Stillstand gebracht und hielt den geretteten Otto im Arm. Heinrich der Erste stellte dem Mann einen Wunsch frei und der brauchte nicht lange zu überlegen: 
Eine Schankherberge samt Brauerei sollte es sein. 
 
Zum Andenken an das Geschenk vom Hofe des Kaisers nannte er die Gaststätte Hofstetten. 
 
Hofstetten wird erstmals 1229 als „Walch de hofsteten“ in alten Urkunden genannt. Seit 1449 wird nachweislich vom Bierbrauen in Hofstetten berichtet und seit 1847 befindet sich Österreichs älteste Brauerei im Besitz der Familie Krammer. 
 
Der Mühlviertler Hopfen wird hier nicht für Großmärkte verarbeitet, sondern hier werden Bierspezialitäten für Jedermann gebraut. In Österreichs einziger Mälzerei wird Gerste zu Malz verarbeitet.
 
Hofstettner Küblbier: Die Wiederentdeckung einer über 500 Jahre alten Tradition! Damals zapften sich die Brauer zur Jause immer einen Kübel ungefiltertes Bier direkt vom Fass. 
 
Heute trifft dieses besonders süffige und untergärige Bier genau den Geschmack echter Kenner.